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Eine kurze Zusammenfassung – warum finanzielle Freiheit für dich so wichtig ist! Es geht um Freiheit, dein Leben und vor allem deine Zeit selbst zu bestimmen

Finanzielles Grundwissen Teil IV – Umsetzung

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ine kurze Zusammenfassung – warum finanzielle Freiheit für dich so wichtig ist! Es geht um Freiheit, dein Leben und vor allem deine Zeit selbst zu bestimmen. Dafür solltest du vor allem erst einmal deine seelische und finanzielle Situation bestimmen. Damit du dir im Anschluss klare und realistische Ziele setzen kannst. Quasi einen Masterplan zu deiner Freiheit. Du möchtest von deinen zukünftigen Dividenden leben können. Um dieses zu erreichen benötigst du eine Strategie, welche deine Risikobereitschaft und Bedürfnisse beachtet. Denn jeder hat eine andere Risikobereitschaft! Mit einer langfristigen Buy-and-Hold-Strategie wollen wir unsere erwarteten Ziele erreichen. Wir müssen unsere Anlage diversifizieren. Dabei stellen für unsere passive Strategie ETF’s eine gute Möglichkeit dar, indem sie Wertentwicklung eines Indexes bestimmter Assets abbilden.

Den passenden ETF finden

Es gibt tausende ETFs, da kann die Wahl schon einmal schwer fallen. Trotz des Anlagefokus auf eine bestimmte Anlageklasse und Segment bleiben oft noch hunderte Möglichkeiten offen. Um dir die Suche zum passenden ETF zu erleichtern kannst du dich an folgende 4 Kriterien orientieren

Kosten

TER steht für Total Expense Ratio und gibt Aufschluss darüber, welche jährlichen Gebühren du an die Fondsgesellschaft entrichten musst. Wenn du also Beispielsweise in einem Jahr 5000€ in einen ETF investierst und der einen TER von 0,2 % besitzt, zahlst du 10€ Gebühren pro Jahr. Zu diesen Kosten kommen zudem die Gebühren bei deinem Broker, wenn du einen Trade durchführst.

Ausschüttungsmethode

Unter Ausschüttung versteht man die Auszahlung von Dividenden, die dein ETF erzielt. Die Auszahlung der ETFs kann in ausschüttenden und thesaurierenden unterschieden werden. Thesaurierend bedeutet, dass die Gewinne automatisch wieder für dich in den ETF reinvestiert werden. Diese Methode bringt dir den Vorteil, dass die Gewinne automatisch in den ETF investiert werden. Damit sparst du dir die Gebühren die du für einen Reinvestition aufwenden müsstest. Außerdem lässt du den Zinseszins für dich arbeiten! (Hier ist es die beste Wahl für dich). Im Gegensatz dazu zahlt ein ausschüttender ETF, wie der Name schon sagt, die Gewinne auf dein Konto aus.

Replikationsmethode

ETFs versuchen immer seinen zugehörigen Vergleichsindex so gut es geht abzubilden. Für diese Replikation gibt es zwei Möglichkeiten: physisch vs. synthetisch. 

Bei einer physisch Replikation, kauft der ETF Anbieter alle Aktien im exakt gleichen Verhältnis, wie sie auch der Referenzindex enthält. Schwierigkeiten ergeben sich bei der Abbildung von Indizes mit sehr vielen Unternehmen. (Bsp: Der S&P 500 beinhaltet über 500 Aktien). Aus diesem Grund wurden synthetisch Replikation entwickelt. In dieser Methode wir der Index durch ein Tauschgeschäft (swap) nachgebildet. Dabei sichert sich der Fonds durch ein Tauschgeschäft (Swap) mit einer Investmentbank/Fondsgesellschaft die Wertentwicklung des jeweiligen Index. Der Index kann bei ohne oder mit deutlich weniger Wertpapiere im Fond rekonstruiert werden. Durch so ein Geschäft entsteht jedoch ein Kontrahentenrisiko. Das Risiko besteht darin, dass die Gegenpartei ausfällt oder Bankrot geht. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist die Pleite der Lehman Brothers, die Zahlungsströme versprochen haben, diese aber nicht mehr einhalten konnten, wodurch unzählige Finanzprodukte den Bach herunter gegangen sind.

Volumen

Das Fondsvolumen beschreibt wieviel Geld bereits von anderen Anlegern in diesen ETF investiert wurde. ETFs mit einem großen Fondsvolumen sind kleinen tendenziell vorzuziehen, da es passieren kann, dass ein Fonds aufgrund zu geringer Nachfrage geschlossen wird. Die Faustregel lautet, dass man besser in ETFs mit einem Volumen von mindestens 100 Millionen Euro investieren sollte.

*falls dir einmal das Wort „Steuerhässich“  über den Weg läuft, dann kannst du es getrost ignorieren. Denn seit 2018 werden alle ETFs und und aktive Fonds (egal ob Inland oder Ausland ansässig) gleichermaßen besteuert. Die Höhe der zu zahlenden Steuern bleibt jedoch gleich. Nur die Methodik der Erhebung ändert sich.

! Steuerfreibetrag:  Solange du jedoch nich über den Betrag von 801 € bzw. 1602 Euro bei Verheirateten, muss du keine Steuern zahlen

ETF-Sparplan

Hier wird Be­quem­lich­keit ausnahmsweise (!) einmal belohnt. Selbst wenn du ein kleines Startkapital (von 25€ pro Monat) hast, kannst du dir langfristig ein Vermögen aufbauen. Ein ETF-Sparplan ist kein verbindlicher Vertrag, sondern eine bequeme Möglichkeit regelmäßig Anteile an ETFs zu kaufen – automatisch! Dadurch, dass du bei einem Sparplan immer die gleiche Summe investierst, ergeben sich durch Kursschwankungen immer unterschiedliche Anteile, die du zukaufst. So werden bei hohen Kursen wenige Anteile, bei niedrigen Kursen mehr Anteile gekauft. Auf lange Sicht kaufst du aber für den Durchschnittspreis ein.

Den Sparplan legst du ganz einfach bei einem Broker deiner Wahl an, dabei ist dieser Plan meistens kostenlos. Du zahlst lediglich, wie bei jeder normalen Aktie auch, die Orderprovision. Manchmal stellen einige Broker einen Mindestsparbetrag auf, daher ist ein Vergleich von Brokern lohnenswert. Dabei ist eine Besparung von zwei Sparplänen bei verschiedenen Brokern nicht schlimm, wenn du Kosten sparst und trotzdem den Überblick behältst.

Stand: 22.08.2018.
Angaben ohne Gewähr.