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Dein Bankberater hat dir schon einmal empfohlen in einen aktiv gemanagten Fond zu investieren? Aber er hat noch nie von passiven Indexfonds erzählt? Das ist kein Wunder, denn daran verdient er nämlich nichts!

Aktive Fonds – Warum du die Finger davon lassen solltest!

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ein Bankberater hat dir schon einmal empfohlen in einen aktiv gemanagten Fond zu investieren? Aber er hat noch nie von passiven Indexfonds erzählt? Das ist kein Wunder, denn daran verdient er nämlich nichts! Hier sind die Gründe warum du nicht auf deinen Bankberater hören und lieber die Finger von aktiv gemanagten Fonds lassen solltest:

Was sind aktive Fonds?

Fonds können grundsätzlich aktiv oder passiv gemanagt werden. Die passive Methode kennst du vielleicht bereits – besser bekannt unter ETFs. Hierbei kaufst du beispielsweise den DAX 30. Dieser passive DAX-Fonds beinhaltet die 30 größten deutschen Aktien, die im DAX Index vertreten sind. Dadurch wird der Markt abgebildet, der Fond versucht dabei nicht den Markt zu schlagen. 

Ein aktiver Fonds wird durch einen Fondsmanager gesteuert. Er kann einzelne Wertpapiere innerhalb eines Fonds kaufen bzw. verkaufen. Er gewichtet die Anteile der enthaltenen Unternehmen absichtlich anders als sie im DAX30 (Beispiel) sind. Er kauft und verkauft fleißig Anteile, weil er denkt so besser abzuschneiden als der DAX. Das heißt, er entscheidet nach seinem Ermessen wie das Portfolio aufgebaut wird. Er versucht den Dax zu schlagen, um damit eine höhere Rendite zu erzielen. Es mag vielleicht sein, dass der Fondsmanager mit Glück eine gewisse Zeit besser abschneidet aber auch Profis können auf die Zukunft nur spekulieren!

Schlechte Performance

Den aktive Fonds schlagen auf lange Sicht selten den Gesamtmarkt. Durchschnittlich 4 von 5 aktiv gemanagten Investmentfonds schneiden schlechter ab als der Markt (DAX, Dow Jones & Co.). Nach über 19 Jahre blieben sogar 97,8 Prozent der aktiv verwalteten globalen Aktienfonds hinter ihren Vergleichsindizes zurück (Quelle: SPIVA Europe Scorecard). Also schlägt so gut wie keiner passive Indexfonds!! 

Kosten, Kosten, Kosten …

Hinzukommen noch jede Menge Gebühren, welche den Profit noch mehr schmälern. All diese Gebühren sind einfach weg und können nicht wieder reinvestiert werden. Bei einem aktiv gemanagten Aktienfonds müssen Anleger neben einem Ausgabeaufschlag von mind. 5%, bei knapp einem Viertel sogar bei mehr als 6 %, gleichzeitig mit laufenden Kosten von 1,5% bis 2% p.a. rechnen.

Passive Indexfonds (ETFs) sind da deutlich günstiger! Die Verwaltungsgebühren betragen oft weniger als 0,5 Prozent. Der Ausgabeaufschlag entfällt.

Fazit

Sie kosten dich viel Geld und performen dann sogar noch schlechter als der normale Index. Gleichzeitig gibst du jemandem anderen die Kontrolle über dein hart verdientes Geld. Das Investieren in passive ETFs ist rational gesehen das Beste was du tun kannst  – selbst Starinvestor Warren Buffett empfiehlt diese Anlage.

Lass dich nicht von deinem Bankberater bequatschen! Finger weg von aktiven Aktienfonds!

Stand: 02.09.2018.
Angaben ohne Gewähr.

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