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La bourse, la borsa, la bolsa, die Börse, Serka... Von Paris bis Mailand und Buenos Aires, von Frankfurt bis St. Petersburg. Ja der gute André Kontolany, hat in seinem Buch bereist festgehalten, das dieses Wort weiblich ist. Und ich denke das ist kein Zufall! Aus diesem Grund wird es Zeit, dass wir Frauen auch die Börse als unsere Verbündete sehen und verstehen sollten. Aber gerade als Anfänger weis ich, ist es garnicht so einfach sich in der Finanzwelt zurechtzufinden. Erst recht nicht, wenn Familie, Freunde und das restliche Umfeld nicht darüber reden oder sich erst gar nicht damit beschäftigen. Damit Du aber besser im Bilde bist und überhaupt versteht, wovon ich in meinem Blog so rede, werde ich jetzt das wichtigste Grundwissen an der Börse erklären. #FürMehrFrauenPower!

Grundwissen Börse: 4 Dinge, die du wissen musst!

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a bourse, la borsa, la bolsa, die Börse, Serka… Von Paris bis Mailand und Buenos Aires, von Frankfurt bis St. Petersburg. Ja der gute André Kontolany, hat in seinem Buch bereits festgehalten, das dieses Wort weiblich ist. Und ich denke das ist kein Zufall! Aus diesem Grund wird es Zeit, dass wir Frauen auch die Börse als unsere Verbündete sehen und verstehen sollten.

Aber gerade als Anfänger, ist es garnicht so einfach, sich in der Finanzwelt zurechtzufinden. Erst recht nicht, wenn Familie, Freunde und das restliche Umfeld nicht darüber reden oder sich erst gar nicht damit beschäftigen. Damit Du aber besser im Bilde bist und überhaupt versteht, wovon ich in meinem Blog so rede, werde ich jetzt das wichtigste Grundwissen an der Börse erklären. #FürMehrFrauenPower!

Was ist die Börse und und was hat sie mit der Wirtschaft zu tun?

Die Börse ist ein Handelsplatz, welcher mit einem Wochenmarkt verglichen werden kann, auf dem Obst und Gemüse verkauft wird. Ohne festen Wert. Je nach Angebot und Nachfrage steigt oder sinkt der Preis. Bei der Börse handelt es sich bei den Produkten um Wertpapiere, welche dem Käufer ein (Vermögens-) Recht ausspricht. Früher wurde dieses Recht noch durch tatsächlich gedruckte Zettel übertragen, heute läuft dieser Prozess hingegen elektronisch. Du kannst über einen Broker, wie zum Beispiel die ComDirect, an der Börse mitspielen.

Der Grund, warum du beim Kauf zwischen verschiedenen Börsenplätzen wählen kannst, liegt in der Geschichte der Börse. Denn früher musste man tatsächlich noch zur Börse gehen, um zu handeln. Die bekanntesten Börsen sind wahrscheinlich die Wall Street in New York, die Börsen in Frankfurt und Hongkong sowie die London Stock Exchange.

Die Börse ist der Motor des Kapitalismus und der Wirtschaft. Denn Unternehmen brauchen, um Wachsen zu können, Investitionen. Um an dieses Geld dran zukommen, gibt es zwei Wege: 1. Das Unternehmen nimmt einen Kredit bei der Bank, wodurch es sich verschuldet oder 2. Er verkauft Anteile seines Unternehmens, in Form von Aktien. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Genau wie aus der Sicht der Sparer.  Lässt es ein Geld auf dem Konto rumliegen wird er sich und der Wirtschaft damit keinen Gefallen tun. Dadurch, dass er aber sein Geld in Aktien und nicht in die Bank investiert, kauft er Anteile eines Unternehmens und beteiligt sich so an der Entwicklung. Die Unternehmen können somit mehr Waren produzieren und verkaufen, Arbeitsplätze schaffen, bessere Löhne zahlen… Die Wirtschaft verbessert sich. Als Gegenleistung – für dieses Risikoeinsatz zahlt eine Aktiengesellschaft einen Teil der Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre aus.

Wer bestimmt den Börsenkurs?

Gehen wir nun einen Schritt weiter. Der Preis der Produkte, egal ob mit Muscheln, Gold oder in Dollars bezahlt, richtet sich nach einer einzigen Sache: Angebot und Nachfrage. Ein Kurs ist schwach weil das Angebot dieser Aktie größer ist als die Nachfrage. Umgekehrt: Ein Kurs ist stark, weil die Nachfrage dieser Aktie größer ist als das Angebot. Also kommt es darauf an, ob es für die Verkäufer wichtiger und dringender ist, ihre Aktien loszuwerden, als für die Käufer, mit ihrem Geld Aktien zu erwerben. Merke dir das! Verinnerlichst du das, bist du schon einigen Personen einen Schritt voraus.

Aus diesem Blickwinkel ist es vollkommen egal, ob die Gewinne der Unternehmen gut oder schlecht sind, ob Krieg oder Frieden herrscht, weiße oder Schwarze die Macht ergreifen. Natürlich haben auch diese Ereignisse einen Einfluss auf die Kurse. Doch ihr Einfluss ist nur mittelbar. Erst wenn die Geld- und Wertpapierbesitzer diesen Ereignissen wichtig sich und sie ihre Entscheidungen daran orientieren, wirken sie sich auf die Kurse aus.

Diese Interesse wird langfristig von Krieg und Frieden beeinflusst, klingt soweit doch logisch oder? Doch so würden die Börsenkurse schön langsam mit der Wirtschaft nach oben gehen. Aber vielleicht weist du bereits, das innerhalb eines langen Wirtschaftsaufschwungs die Kurse mehrmals stark steigen und wieder fallen. Mittelfristigen wird das Angebot und die Nachfrage von Geld und Psychologie bestimmt.

Geld ist für die Börse wie das Lebenselixier, wie der Sauerstoff zum Atmen. Die Kurse steigen, wenn Anleger kaufen können und auch wollen. Beurteilen Sie die aktuelle Finanz und Wirtschaftslage positiv/ optimistisch wollen sie auch investieren, haben Sie Angst oder vertrauen der aktuellen Lage nicht, dann wollen sie nicht kaufen – Psychologie. Haben die Anleger genügend Geld in der Tasche, dann können sie kaufen.

Hältst des Grundwissen der Börse: Done!
Weiter geht es.

Was bedeutet Inflation eigentlich?

Als Inflation bezeichnet man den Prozess, in dem das Geld an Wert verliert und das Preisniveau steigt. Du kannst dir für einen Euro weniger Waren kaufen. Das beste Beispiel dafür ist die Eiskugel. Früher war eine Kugel für wenige Pfennige zu haben und heutzutage liegt sie oft bei knapp einem Euro. Dadurch verliert dein Geld an Kaufkraft und du musst mehr Geld aufbringen um das Gleiche zu erhalten.

Was bei einer Kugel Eis nicht viel erscheint, hat für die Wirtschaft fatale folgen. Für steigende Preise gibt es verschiedene Ursachen, die häufig auch gemeinsam Auftreten.

Eine der größten Ursachen ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage – je größer die Nachfrage, desto höher der Preis/ Wert. Gibt es zu viel Nachfrage nach Produkten und gleichzeitig zu wenig Angebot um die hohe Nachfrage bedienen zu können, kommen die Hersteller mit der Produktion nicht mehr hinterher. Um den Bedarf zu decken, produzieren sie mehr, wodurch Automatisch die Preise für Rohstoffe steigen (aka Angebot und Nachfrage). Diese Kostenerhöhung geben die Produzenten natürlich an die Verbraucher weitergeben. Dadurch steigen die Lebenshaltungskosten für uns. Wodurch Gewerkschaften höhere Löhne fordern – mit den Löhnen steigen die Produktionskosten erneut, diesmal nicht wegen Rohstoffen sondern aufgrund der Kosten für die Mitarbeiter. Diese zusätzlichen Kosten geben die Unternehmen erneut an die Verbraucher weiter… Diesen Aufschaukelungseffekt nennt man auch Lohn-Preis-Spirale und ist, wie du merkst sehr tückisch.



		

Und was bedeutet das nun für dich und die Börse? Erst einmal bedeutet das, dass unser gespartes Geld quasi von alleine an Wert verliert, wenn wir es nur rumliegt lassen. Lässt du dein gesamtes Gespartes auf Tagesgeldkonto, mit einem jährlich Zinsen von 1% sein, wird es durch die Inflationsrate von 3% einfach „aufgefressen“. Zwar bleibt die Zahlen auf dem Konto gleich, aber der Wert der Zahlen verringert sich. Das gleiche passiert bei deinem Gehalt, wenn du jahrelang keine Anpassung erhältst.

Um sich gegen diese Vernichtung des Geldwertes zu schützen, flüchten die Sparer in Sachwerte (voran in Gold, aber auch alte Bilder, Briefmarken, Antiquitäten oder Immobilen etc.). Dadurch wird aber dem Geldmarkt Kapital entzogen, folglich fehlen der Wirtschaft die Mittel für Investitionen – der Motor der Wirtschaft gerät ins Stocken. Es kommt zu Massenentlassungen und einer tiefen Krise. Damit dies nicht passiert benötigen vor allem eins und das ist eine gute Zinspolitik, betrieben von den Notenbanken…

 

Du möchtest mehr zum Einfluss der Inflation auf die Börse wissen? Hier gibt es mehr!

In welchem Zusammenhang stehen Zinsen und Notenbanken?

Die Europäische Zentralbank für Europäischen Union, die Fed für die Vereinigten Staaten oder auch die Bank von England für Großbritannien und Nordirland, diese Banken bestimmen den Zinssatz, auf das Geld, welches sich „normale“ Banken von ihnen leihen können. Die Banken geben diese Zinsen, plus die Marge, die sie erwirtschaften wollen, an uns Endkunden weiter. Sind die Zinsen niedrig, besteht eine hohe Nachfrage an Geld. Man sagt auch, das Geld ist billig. Aus diesem Grund leihen sich viele Kunden Geld bei der Bank. Je höher die Zinsen, also der Preis für das Geld ist, desto geringer wird die Nachfrage nach Krediten.

Zinsen haben einen großen Einfluss auf die Börse denn: Je attraktiver anderen Anlageformen gerade erscheinen, also etwa durch hohe Zinsen, desto schlechter ist dies für die Aktiennachfrage.

Die Zinsen sind so niedrig wie nie zuvor, Kredite also ebenfalls, viele Leute nehmen einen Kredit auf – beispielsweise für den Erwerb einer Immobilie oder eines Autos. Die Menschen sparen ihr Geld nicht, sondern geben es aus und wodurch die Unternehmen gute Umsätze und Gewinne erwirtschaften. Und können dann wiederum in Wachstum und neue Arbeitsplätze investieren können. Die beiden Faktoren Geld und Psychologie sind also positiv, die Sparer investieren an der Börse, die Wirtschaft wächst. Doch, wie wir oben schon gesehen haben, ist eine Hochkonjunktur, also ein Boom, Ausgangspunkt für eine tiefe Krise. Daher ist nicht nur das Ankurbeln der Wirtschaft sondern ebenso ihr Bremsen Aufgabe der Notenbanken. Das Bremsen funktioniert genau anders herum: Die Notenbanken heben die Zinsen an, das Geld wird teurer.

Das war’s du hast die Börse verstanden! Damit weist du mehr als der Großteil der Menschen.

TIPP: Die Tulpenblase, war die erste relativ gut dokumentierte Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte. Unter dem Namen Tulpenfieber gibt es dazu (auf Amazon Prime kostenlos) einen spannenden Film. Er gib einen kleinen Einblick in das Verständnis von Angebot und Nachfrage und wie daraus eine Blase entstehen kann – nämlich durch irrationales handeln und Gier.

STAND: 17.11.2018.
ANGABEN OHNE GEWÄHR.

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